Ablauf & Kosten
Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
Kurz zusammengefasst: Schlafstörungen, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Insomnien entstehen häufig nicht allein durch Stress oder Belastungen. Oft entwickelt sich ein Kreislauf aus Grübeln, Anspannung und der Sorge, erneut nicht schlafen zu können. Psychotherapie kann helfen, die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen und wieder einen entspannten Umgang mit dem Schlaf zu entwickeln.
„Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Häufig kehrt er genau dann zurück, wenn Anspannung, Grübeln und der ständige Kampf gegen die Schlaflosigkeit nachlassen."
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Viele Betroffene können nachts nicht schlafen, wachen immer wieder auf oder schlafen so schlecht, dass sie sich morgens nicht erholt fühlen. Anhaltende Schlafprobleme können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und führen tagsüber zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Gereiztheit.
Besonders belastend ist, dass sich Schlaflosigkeit häufig verselbstständigt. Je mehr Menschen versuchen, ihren Schlaf zu kontrollieren oder zu erzwingen, desto größer werden Anspannung und Grübeln. Genau hier kann Psychotherapie bei Schlafstörungen ansetzen.
Schlafstörungen können sich sehr unterschiedlich äußern. Manche Menschen liegen abends lange wach und finden trotz Müdigkeit nicht in den Schlaf. Andere schlafen zunächst problemlos ein, wachen jedoch nachts immer wieder auf oder liegen bereits in den frühen Morgenstunden wach. Wieder andere berichten, dass sie zwar ausreichend schlafen, sich am nächsten Tag jedoch erschöpft und nicht erholt fühlen.
Fachleute unterscheiden verschiedene Formen von Schlafstörungen:
Halten die Beschwerden über mehrere Monate an und beeinträchtigen sie das Wohlbefinden oder die Leistungsfähigkeit im Alltag, kann eine chronische Schlafstörung beziehungsweise eine Insomnie vorliegen.
Schlafstörungen entstehen selten durch eine einzige Ursache. Häufig wirken körperliche, psychische und soziale Faktoren zusammen. Belastende Lebensereignisse, beruflicher Stress, Konflikte oder anhaltende Sorgen können ebenso eine Rolle spielen wie ungünstige Schlafgewohnheiten oder -bedingungen.
Schlafstörungen stehen oft in engem Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen. Menschen mit Depressionen leiden beispielsweise häufig unter frühem Erwachen oder nächtlichen Wachphasen. Auch Angststörungen gehen nicht selten mit Grübeln, innerer Anspannung und Schwierigkeiten beim Einschlafen einher. Darüber hinaus können chronischer Stress, Burnout-Symptome, Traumafolgestörungen oder chronische Schmerzen den Schlaf erheblich beeinträchtigen.
Umgekehrt gilt: Anhaltender Schlafmangel kann die psychische Belastbarkeit verringern und bestehende Beschwerden zusätzlich verstärken. Schlaf und psychische Gesundheit beeinflussen sich daher wechselseitig.
Neben psychischen Faktoren sollten auch mögliche körperliche Ursachen berücksichtigt werden. Erkrankungen der Schilddrüse, chronische Schmerzen, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Medikamente können Schlafprobleme begünstigen. Besonders wichtig ist es, an schlafbezogene Atmungsstörungen wie die Schlafapnoe zu denken. Hinweise können lautes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer oder eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer sein.
In solchen Fällen kann eine schlafmedizinische Untersuchung oder die Vorstellung in einem Schlaflabor sinnvoll sein, um körperliche Ursachen abzuklären.
Viele Menschen mit Schlafstörungen beginnen verständlicherweise, ihren Schlaf genau zu beobachten. Sie schauen nachts auf die Uhr, rechnen Schlafstunden zusammen oder beschäftigen sich intensiv mit möglichen Ursachen und Lösungen.
Diese Kontrollversuche sind nachvollziehbar, können jedoch dazu führen, dass das Gehirn in einer Art Alarmbereitschaft bleibt. Der Druck, endlich einschlafen zu müssen, erzeugt Anspannung. Gedanken kreisen um die Frage, wie sich die schlechte Nacht auf den nächsten Tag auswirken wird. So entsteht ein Teufelskreis aus Schlaflosigkeit, Grübeln und Anspannung.
Je mehr Schlaf zum Ziel wird, desto schwerer wird er oft erreichbar. Viele Betroffene entwickeln mit der Zeit regelrechte Sorgen vor dem Zubettgehen oder Angst vor einer weiteren schlaflosen Nacht. Die ursprünglichen Ursachen treten in den Hintergrund, während die Beschäftigung mit dem Schlaf selbst zum Problem wird.
Herr M., 42 Jahre, suchte die Praxis auf, weil er seit mehreren Monaten kaum noch einschlafen konnte. Die Schlafprobleme hatten während einer beruflich sehr belastenden Phase begonnen. Mit der Zeit beschäftigte er sich immer intensiver mit seinem Schlaf, las Ratgeber, probierte verschiedene Strategien aus und kontrollierte ständig seine Schlafdauer.
Im Verlauf der Therapie wurde deutlich, dass nicht mehr allein die Schlafstörung das Problem war, sondern die zunehmende Angst vor einer weiteren schlechten Nacht. Durch den Umgang mit Grübelgedanken, den Abbau von Anspannung und die Veränderung einiger Verhaltensmuster verbesserte sich sein Schlaf schrittweise wieder.
(Fallbeispiel anonymisiert und verfremdet.)
Psychotherapie gilt als eine der wirksamsten Behandlungen chronischer Schlafstörungen und Insomnien. Insbesondere Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) haben sich wissenschaftlich als sehr effektiv erwiesen.
Gemeinsam betrachten wir die individuellen Ursachen Ihrer Schlafprobleme sowie die Faktoren, die die Beschwerden möglicherweise aufrechterhalten. Je nach Situation können unter anderem folgende Themen eine Rolle spielen:
Ziel der Therapie ist nicht die perfekte Nacht. Vielmehr geht es darum, wieder Vertrauen in den eigenen Schlaf zu entwickeln und einen entspannteren Umgang mit Schlafproblemen zu finden.
Gelegentliche Schlafprobleme kennt nahezu jeder Mensch. Wenn Schlafstörungen jedoch über mehrere Wochen oder Monate bestehen, die Leistungsfähigkeit im Alltag beeinträchtigen oder zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung führen, kann eine professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Viele Betroffene suchen erst nach langer Zeit Hilfe. Dabei lassen sich Schlafstörungen häufig gut behandeln, wenn die zugrunde liegenden Ursachen erkannt und die aufrechterhaltenden Mechanismen verändert werden.
Von einer Schlafstörung spricht man, wenn Ein- oder Durchschlafprobleme über mehrere Wochen bestehen und zu einer spürbaren Beeinträchtigung im Alltag führen.
Insomnie ist der medizinische Fachbegriff für anhaltende Ein- oder Durchschlafstörungen beziehungsweise nicht erholsamen Schlaf, die mit einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder der Leistungsfähigkeit verbunden sind.
Ja. Stress, Ängste, Depressionen, belastende Lebensereignisse oder anhaltendes Grübeln gehören zu den häufigsten Ursachen von Schlafproblemen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass psychotherapeutische Verfahren – insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) – bei Schlafstörungen sehr wirksam sein können.
Nicht unbedingt. Viele Schlafstörungen lassen sich ohne dauerhafte medikamentöse Behandlung erfolgreich behandeln. Ob Medikamente sinnvoll sind, sollte individuell ärztlich abgeklärt werden.
Eine Untersuchung im Schlaflabor kann sinnvoll sein, wenn Hinweise auf körperliche Ursachen bestehen – beispielsweise bei lautem Schnarchen, beobachteten Atemaussetzern oder starker Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer.
Schlafstörungen, Insomnien, Ein- und Durchschlafstörungen oder nicht erholsamer Schlaf können das Leben erheblich beeinträchtigen. In unserer Privatpraxis für Psychotherapie in Berlin-Mitte unterstützen wir Menschen dabei, die Ursachen ihrer Schlafprobleme besser zu verstehen und neue Wege zu einem erholsameren Schlaf zu entwickeln.
Wenn Sie unter Schlaflosigkeit, chronischen Schlafstörungen oder stressbedingten Schlafproblemen leiden, beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Erstgespräch zu den Möglichkeiten einer psychotherapeutischen Behandlung.
Termin für Psychotherapie bei Schlafstörungen in Berlin vereinbaren – in unserer Privatpraxis in Berlin-Mitte (auch als Online-Videotherapie):
(030) 97 98 27 85 oder Online-Terminvereinbarung
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Freie Therapieplätze
Für Privatpatienten und Selbstzahler
Berlin Mitte, U-Bahn Stadtmitte, nahe des Gendarmenmarktes