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Wie läuft die Therapie ab? Was ist bei der Abrechnung zu beachten?
Abends ist alles klar. Morgen fange ich an. Der Plan steht, der Vorsatz ist stark – und trotzdem öffnet sich das Dokument am nächsten Morgen nicht. Stattdessen: Kaffee, Handy, kleine Erledigungen. Und das schlechte Gewissen, das mit jedem Tag schwerer wird.
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie in guter Gesellschaft. Chronisches Aufschieben ist kein Charakterfehler – es ist ein Muster, das man verstehen und unterbrechen kann. Hier sind fünf Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie, die sich ohne professionelle Hilfe ausprobieren lassen.
„Ich werde morgen anfangen" ist kein Plan – es ist eine Hoffnung. Was hilft, ist eine konkrete Wenn-Dann-Verbindung: „Wenn ich morgen um 9 Uhr meinen Kaffee gemacht habe, setze ich mich sofort an den Schreibtisch und öffne das Dokument."
Diese Technik heißt Implementierungsintention. Sie bindet den Vorsatz an einen konkreten Auslöser – und umgeht die morgendliche Entscheidung, die Prokrastination so leicht macht. Je spezifischer der Plan, desto besser funktioniert er: Wann genau? Wo? Was genau als erster Schritt?
Ein häufiger Fehler: Man setzt sich hin und will sofort gut sein. Die innere Hürde ist dann so groß, dass man gar nicht erst anfängt.
Hilfreicher ist, die Aufgabe auf ein winziges Minimum zu reduzieren. Nicht „die Präsentation fertigstellen" – sondern „eine Folie öffnen und einen Satz schreiben". Das Ziel ist nicht die Präsentation. Das Ziel ist das Anfangen.
Sobald man einmal drin ist, läuft es oft weiter. Den Einstieg so klein zu machen, dass man ihn kaum ablehnen kann, ist manchmal der einzige Schritt, der wirklich zählt.
Manche Aufgaben sind schlicht unangenehm – und keine Strategie macht sie spannend. Aber man kann gestalten, in welchem Kontext sie passieren.
Den Lieblingspodcast nur beim Bügeln hören. Den guten Kaffee nur beim Steuererklärung-Ausfüllen trinken. Den Spaziergang erst nach dem ersten Entwurf machen. Die Idee: nicht die Aufgabe verändern, sondern den Rahmen, in dem sie erledigt wird – und damit das Verhältnis zu ihr.
„Ich bin so faul." „Warum schaffe ich das nie?" – Diese Gedanken fühlen sich wie Antrieb an, sind aber keiner. Selbstkritik nach dem Aufschieben erhöht die Scham und macht das nächste Anfangen schwerer, nicht leichter.
Was tatsächlich hilft: sich selbst so zu behandeln wie eine gute Freundin, der dasselbe passiert ist. Nicht beschönigen – aber auch nicht verurteilen. „Das war heute schwierig. Was brauche ich, um morgen einen kleinen Schritt zu machen?"
Dieser Umgang klingt simpel und wird von den meisten Menschen, die unter Prokrastination leiden, konsequent nicht angewendet.
Manchmal schiebt man auf, weil die Verbindung zur eigenen Richtung fehlt. Nicht weil man faul ist – sondern weil unklar ist, warum die Aufgabe überhaupt gemacht werden soll.
Eine hilfreiche Frage: Was bedeutet es mir, wenn ich das erledigt habe? Was verändert sich dadurch? Wenn die Antwort „eigentlich nicht viel" lautet – ist vielleicht die Aufgabe selbst das Problem, nicht die Fähigkeit zum Anfangen.
Die fünf Strategien funktionieren gut, wenn das Aufschieben ein schlechtes Gewohnheitsmuster ist. Wenn dahinter aber etwas Tieferes steckt – eine Angststörung, eine Depression oder ADHS –, kommen sie an ihre Grenzen. Man probiert, es klappt kurz, dann fällt man zurück. Nicht weil man zu wenig Willen hat, sondern weil das Muster eine andere Ursache hat, die Selbsthilfe allein nicht erreicht.
Erkennbar wird das oft daran, dass das Aufschieben viele Lebensbereiche betrifft, schon lange anhält und trotz echtem Bemühen nicht besser wird. In diesem Fall lohnt es sich, professionelle Unterstützung zu suchen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Prokrastination und Psychotherapie in Berlin Mitte.
Aus der kognitiven Verhaltenstherapie haben sich fünf Ansätze bewährt: Wenn-Dann-Pläne, sehr kleine Einstiegsschritte, das Koppeln unangenehmer Aufgaben mit Anreizen, Selbstmitgefühl statt Selbstkritik sowie das Klären, warum eine Aufgabe einem wirklich wichtig ist. Diese Techniken helfen gut bei Gewohnheitsmustern – stoßen aber an Grenzen, wenn Angst, Depression oder ADHS dahinterstecken.
Wenn das Aufschieben viele Lebensbereiche betrifft, schon lange anhält und trotz echtem Bemühen nicht besser wird, steckt oft etwas Tieferes dahinter. In diesen Fällen greifen Selbsthilfe-Techniken allein nicht. Eine professionelle Einschätzung ist dann sinnvoll.
Ein Wenn-Dann-Plan verbindet einen Vorsatz mit einem konkreten Auslöser: „Wenn ich morgen um 9 Uhr meinen Kaffee gemacht habe, öffne ich sofort das Dokument." Dadurch entfällt die morgendliche Entscheidung – der häufigste Moment, in dem Prokrastination gewinnt.
Prokrastination ist keine eigenständige Diagnose, kann aber ein Symptom von Angststörungen, Depressionen oder ADHS sein. Wenn das Aufschieben den Alltag dauerhaft beeinträchtigt, ist eine professionelle Einschätzung sinnvoll.
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